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 Max and the Curse of Brotherhood
Publisher: Microsoft
Genre: Jump´n´Run / Rätselspiel
Plattform: Xbox One
Altersempfehlung: 8-99
Altersfreigabe: 6
Spieler: 1
Jahr: 2014
Kategorie: Logisches Denken  

In „Max and the Curse of Brotherhood” begibt sich der Spieler in der Rolle von Max auf eine Rettungsmission seines Bruders Felix. Die Handlung beginnt mit der Rückkehr von Max aus der Schule. Zu Hause findet er seinen kleineren Bruder Felix in seinem Zimmer vor, während er Max´ Spielsachen zerstört. Daraufhin ruft Max an seinem Computer einen Zauberspruch auf, der „kleine Brüder verschwinden lässt“. Er spricht ihn aus und aus einem Zauberportal gelangt ein Monster in das Zimmer und entführt Felix. Heldenhaft springt Max durch das Portal, um seinen Bruder zu retten. Auf seinem Weg Felix wiederzufinden erhält Max sein wichtigstes Werkzeug: einen verzauberten Magic Marker. Mit diesem Stift zeichnet Max in Lianen, Äste, Erhebungen oder Wasserläufe in die Spielwelt. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass der Widersacher Mustacho Felix gefangen hält, um den jugendlichen Körper von Felix zu benutzen. Max stellt sich diesem Plan jedoch heldenhaft entgegen und weiß mit Klugheit und Geschick die Hindernisse und Gegner zu überwinden.



Begründung und Urteil des Prüfgremiums
Max and the Curse of Brotherhood bietet eine ansprechende Gestaltung, die ästhetisch sowie auch in ihrer kindgerechten Ausgestaltung das Prüfgremium überzeugen konnte. Max wirkt wie ein taffer kleiner Junge, die Monster bieten keine zu bedrohlichen Gruselmomente und die bunte, lebendige Spielwelt erschafft eine große Faszinationskraft. Die Spielebenen zwischen Rätselpassagen und Geschicklichkeitspassagen sind gut miteinander verknüpft, sodass eine für Kinder geeignete Abwechslung zwischen Spannung und Lösung entsteht.
Das Prüfgremium hob besonders die intuitive Steuerung hervor, da nur wenige Elemente des Controllers benötigt werden. Da das Grundprinzip des Spiels eine Beeinflussung der Spielwelt mittels des magischen Stiftes ist, muss dieser auch einfach zu bedienen sein. Die Steuerung des Stiftes funktioniert intuitiv und wird farblich unterstützt. Weiterhin unterstützt eine helfende Stimme einer alten Dame, die Max durch die Spielwelt leitet, wenn ein Rätsel zu schwierig sein sollte. Hier werden klare Hinweise gegeben, sodass die Passage auch von jüngeren Kindern zu meistern ist.

Weiterhin konnte die gut inszenierte Beziehung zwischen großem und kleinem Bruder überzeugen. Max als mutiger, älterer Bruder zeigt in einigen Situationen zwar Angstgefühle, stellt sich den Gefahren jedoch mit Wortwitz und Tapferkeit. Er kommentiert entsprechende Spielszenen mit witzigen Sprüchen und einer auflockernden Ironie.
Das Prüfgremium bemängelte jedoch die rein englische Vertonung des Spiels. Hier könnte für jüngere Kinder die Hürde der Lesefähigkeit reduziert werden, in dem auch deutsche Sprecher die Dialoge vorlesen. Weiterhin konnte sich das Gremium einen kooperativen Spielmodus im Rahmen dieses Settings vorstellen, jedoch wurde das reine Einzelspielererlebnis nicht als negativer Punkt angesehen. Max and the Curse of Brotherhood bietet kreative Ansätze in der Manipulation der Spielwelt, jedoch hätten mehr alternative Lösungswege einen Mehrwert an Kreativität bieten können.

Zusammengefasst konnte Max and the Curse of Brotherhood das Prüfgremium davon überzeugen, dass Gütesiegel „pädagogisch wertvoll“ zu vergeben. Der weitestgehend hohe Grad an Interaktivität sowie die Forderung und Förderung von Kombinations- und Problemlösefähigkeit überzeugte das Gremium zur Vergabe des Labels „logisches Denken“. Hierbei unterstützten Max´ motivierende Kommentare und die gelungene Einbettung der Rätselpassagen in die Spielgeschichte die Vergabe maßgeblich.







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